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Homöopathie

Die Homöopathie ist ein Zweig der Medizin. Sie geht davon aus, daß eine Substanz, die in einem Menschen oder Tier die Symptome einer Krankheil hervorruft, auch zur Behandlung eines Leidens eingesetzt werden kann, das ähnliche Symptome aufweist. Besondere Betonung wird auf das Prinzip der Ähnlichkeit zwischen Krankheitszustand und Arznei gelegt. Wenn man davon ausgeht, daß die Krankheit und das Erproben der Arznei an einem Gesunden zwei unterschiedliche klinische Bilder darstellen, dann sollte man während der Behandlung so weit wie möglich bemüht sein, das eine Bild mit den anderen in Übereinstimmung zu bringen. Je stärker die Annäherung (oder Ähnlichkeit) zwischen den beiden Bildern gelingt, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit, daß die Behandlung erfolgreich verläuft. Beim Menschen läßt sich dies leichter durchführen als bei Tieren, da der Veterinär die subjektiven (psychischen) Krankheitssymptome, die nur vom Menschen geäußert werden können, von einem Tier nur mit großen Schwierigkeiten oder überhaupt nicht erfährt. Bei der homöopathischen Behandlung eines erkrankten Menschen spielen die psychischen Kraukheitssymptome (Geist- und Gemüts Symptome) eine bedeutende Bolle.

In der Kleintiermedizin wird dieses Problem durch die genaue Beobachtung gelöst: Wie reagiert z.B. ein Hund (bzw. eine Katze) in einer bestimmten Situation, wie auf andere Tiere, Menschen, auf Lärm usw.? Die so gewonnenen Erkenntnisse können in gewissem Maß die mangelnde sprachliche Verständigung aufwiegen. Unter bestimmten Umständen kann man sich eventuell auch in die Gemütslage des Tieres versetzen beispielsweise in die Haut eines Hundes, der Trauer wegen des Verlustes eines Kameraden empfindet, oder der sich, vorübergehend von seinem Herrchen getrennt, in einer Kleintierpension aufhält, oder vielleicht nach einer Operation unter einem »psychischen« Schock stellt. 

Als besonders hilfreich bei der Behandlung unserer Hunde haben sich zwei Bücher herausgestellt, die wir hier gerne vorstellen und empfehlen möchten: "Unsere Hunde - Gesund durch Homöopathie" von Dr. Wolff und "Homöopathischer Rategeber - Hunde" von George Macleod. Für uns sind beide Bücher wichtige Ratgeber in der gesundheitlichen Betreuung unserer Hunde. 

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Homöopathie in der Veterinärmedizin

Die Homöopathie wird in der Tierheilkunde fast ebenso lange angewendet wie in der Humanmedizin. Die erste Veröffentlichung (Vorschläge zur zweckmäßigen Behandlung kranker Tiere) stammt aus dem Jahr 1815. Von Samuel Hahnemann selbst ist ein handgeschriebenes Redemanuskript über die Homöopathische Heilkunde der Hausthiere überliefert. Darin vertritt Hahnemann den Standpunkt, dass „… Thiere … mit einem Worte durch die homöopathische Heilart wenigstens ebenso sicher und gewiß, als die Menschen zu heilen (sind)“.

Gustav Wilhelm Groß (1794–1847), Arzt und Mitbegründer der Allgemeinen Homöopathischen Zeitung, veröffentlichte im Jahre 1830 einen Aufsatz, in dem er die Ansicht vertritt, Tierheilungen auf homöopathischem Wege seien der beste Beweis, dass die Wirkung der Homöopathie nicht auf Suggestion beruhe. Einzelne Autoren bezweifeln jedoch besonders im Hinblick auf die tierartspezifischen Unterschiede eine Übertragbarkeit der „Arzneimittelbilder“ vom Menschen auf das Tier und fordern vor der Anwendung homöopathischer Mittel die Durchführung von Arzneimittelprüfungen am Tier.

Im 19. Jahrhundert war es den Tierärzten nicht überall erlaubt, Tiere homöopathisch zu behandeln. Ende des Jahrhunderts ließ das Interesse an der Tierhomöopathie nach und setzte erst in den 1920er Jahren wieder ein. Neben Haustieren werden auch Nutztiere homöopathisch behandelt. In Deutschland, in den USA, in Brasilien und in der Slowakei gibt es spezielle Homöopathieschulen für Tierärzte. In Frankreich werden Homöopathieausbildungen in staatlichen tierärztlichen Hochschulen sowie in den Landwirtschaftskammern und Fachbereichen der biologischen Viehhaltung angeboten. Außerdem gibt es mehrere Privatschulen, die Homöopathieausbildungen für Tierärzte anbieten. In Österreich wird an der Veterinärmedizinischen Universität Wien eine Vorlesung zum Thema „Homöopathie für Nutztiere“ gehalten. Darüber hinaus gibt es in Österreich seit einiger Zeit Fachtierärzte für Homöopathie.

Die klassische Homöopathie ist eine in den letzten Jahren zunehmend populär gewordene Therapieform. Immer mehr Menschen ist es mittlerweile ein Anliegen, einfache Krankheiten mit homöopathischen Mitteln zu behandeln, anstelle in Übermassen auf die Gabe von Antibiotika, Cortison oder anderen pharamzeutischen Mitteln der klassischen Schulmedizin zu vertrauen. Dies ist durchaus möglich und sinnvoll und - wie wir in den letzten Jahren fststellen konnten - in vielen Bereichen weitaus wirksamer als herkömmliche Behandlungen. 

In diesem Zusammenhang sei allerdings nicht vergessen, dass die Anwendung der Homöopathie in keinster Weise den fachmännischen Rat eines ausgebildeten Mediziners ersetzt. Wer sich daher mit Homöopathie ernsthaft beschäftigen will, soll sich unbedingt auch um einen guten homöopathischen Veterinärmediziner umsehen um sicherzustellen, dass auch wirklich die Ursache einer Krankheit richtig erkannt wird. Wir halten absolut nichts davon, wenn Hundebesitzer plötzlich zum totalen Sebstdiagnostiker werden und glauben auf den Besuch beim Tierarzt verzichten zu können, nur weil sie ihr Tier homöopathisch behandeln. Hier wäre der Segen der Homöopathie völlig falsch verstanden.

Besonders in schwierigen Situationen, wie Unfällen, Allergien, Atemnot, Blutungen etc., ist es notwendig, rechtzeitig die Hilfe von Fachpersonen beizuziehen. Bis zu deren Eintreffen oder nach Absprache mit denselben können Sie das passende Mittel verabreichen. Falls Sie in einer homöopathischen Behandlung sind, sollten Sie nur nach Absprache mit dem behandelnden Homöopathen zur Hausapotheke greifen. Immer wieder passiert es, dass wegen falscher Selbstmedikation der Heilungsprozess verzögert oder gar verhindert wird.

Um Erfolg bei der Selbstbehandlung von Akutfällenzu haben, muss man die Behandlungsgrundsätze der Homöopathie sowie die einzelnen Mittel kennen. Falsch eingesetzt können sie durchaus mehr schaden als nützen. Chronische und wiederkehrende Erkrankungen eignen sich nicht zur Selbstbehandlung. Sie gehören in die Hände eines erfahrenen Homöopathen. Wir selbst vertrauen unsere Hunde einem hervorragenden Spezialisten der homöopathischen Veterinärmedizin an, der sich vor allem durch seine guten diagnostischen Fähigkeiten auszeichnet: "Dr. Michael Fischer".

Was ist Homöopathie

Die Homöopathie ist eine über 200 Jahre alte Wissenschaft. Sie wurde vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entdeckt und etabliert. Die Homöopathie ist eine eigenständige Heilmethode mit eigenen Gesetzen. Die Homöopathie basiert in erster Linie auf 3 "Grundsätzen". Der wichtigste Grundsatz lautet: ?Similia similibus curentur." Auf deutsch: ?Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden." D.h. eine Krankheit wird mit einer homöopathischen Substanz behandelt, welche, am gesunden Menschen verabreicht, ähnliche Symptome hervorruft wie diese Krankheit. Zur Erklärung dieser Regel ein Beispiel:

Wenn Sie von einer Biene gestochen werden, werden Sie - je nach individueller Empfindlichkeit - eine rasche Schwellung des gestochenen Teiles, brennende, stechende Schmerzen, grosse Berührungsempfindlichkeit und eine Verschlimmerung durch Wärme, jedoch eine Besserung durch Kälte beobachten. Wenn nun ein Patient eine Krankheit mit obigen Symptomen aufweist (z.B. Nesselfieber, Gelenkentzündung etc.) wird ihm das homöopathische Mittel Apis (Bienengift) schnell helfen.

Oft wird irrtümlicherweise geglaubt, die Homöopathie sei identisch mit Naturheilkunde und sei ein anderer Ausdruck für Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), Akupunktur, Fussreflexzonenmassage, Bachblütentherapie, Kinesiologie, etc. Die Homöopathie ist jedoch eine eigenständige Heilmethode mit eigenen Gesetzen. Sie hat mit diesen Heilverfahren nichts zu tun.

Das homöopathische Arzneimittel

Es gibt ca. 2000 geprüfte homöopathische Mittel. Sie werden speziell zubereitet. Die Substanzen werden stufenweise verdünnt und verschüttelt (Potenzierung). Bei diesem Vorgang werden die Heilkräfte des Medikamentes verstärkt.

Die homöopathischen Arzneimittel werden hergestellt aus:

Pflanzen, z.B. Sturmhut (Aconitum), Tollkirsche (Belladonna), Küchenschelle (Pulsatilla),
Tieren, z.B. Bienengift (Apis), Buschmeisterschlangengift (Lachesis),
Metallen, z.B. Kupfer (Cuprum metallicum), Gold (Aurum metallicum),
Mineralien, z.B. Kieselsäure (Silicea), Kalk (Calcium carbonicum), Schwefel (Sulphur).
Auch durch Krankheiten produzierte Stoffe (Nosoden) kommen zur Anwendung.

Herstellung der Arzneimittel

Die Herstellung homöopathischer Arzneimittel ist ein wissenschaftlicher Prozeß und sollte am besten von einem qualifizierten Apotheker durchgeführt werden, der mit dieser besonderen Technik gut vertraut ist. Schließlich ist es in der Homöopathie von großer Wichtigkeit, daß die Arzneimittel nur aus den besten Zutaten hergestellt werden. Kurz gesagt: Das homöopathische System beruht auf einer Reihe von Verdünnungen und Schüttelvorgängen (von denen später noch die Rede sein wird), so daß selbst eine giftige Substanz gefahrlos verwendet werden kann. 

Zur Herstellung einer potenzierten Arznei wird ein Tropfen einer Urtinktur, die aus pflanzlichem oder anderem biologischen Material gewonnenen wird, zu neun Tropfen einer Wasser-Ethanol-Mischung gegeben. Die so entstandene Verdünnung wird mechanisch durch sog. Schüttelschläge durchmischt. Dieser Vorgang ist für die Herstellung wesentlich und verleiht dem Medium die stabilisierende Kraft. Ein Gemisch aus einem Teil Urtinktur und neun Teilen Wasser-Ethanol-Mischung wird als 1.Potenz oder D1 bezeichnet; man spricht auch von der Dezimalpotenz. Durch wiederholtes Verdünnen und Schütteln erzielt man höhere Potenzen, die mehr Kraft während des Prozesses freisetzen. Die Homöopathie wird deshalb als eine Form der Medizin geschätzt, die sich mit der Kraftsteigerung: und nicht mit der stofflichen Dosierung einer Droge auseinandersetzt. Außer der Dezimalpotenz gibt es noch die Centesimalpotenz oder C1, wie es beispielsweise in den USA, Großbritannien oder Frankreich üblich ist. Hierbei wird ein Teil Urtinktur mit 99 Teilen Wasser-Ethanol-Mischung verdünnt. Weitere Potenzen, wie die Korsakoff-Potenzen (CK) oder die sog. LM-Potenzen, sollen an dieser Stelle nur erwähnt, aber nicht weiter erläutert werden, da sie in diesem Ruch nicht verwendet werden. Gelegentlich werden Potenzen wie Ml oder MIO auftauchen. Dabei handelt es sich um eine traditionelle Abkürzung für die sehr hohe Potenz C1000 (in Anlehnung an die römische Ziffer M für 1000). Wenn die Potenz D6 erreicht ist, was einer Verdünnung von 1:1 000 000 entspricht, sind alle giftigen oder schädlichen Wirkungen einer Substanz verflogen und nur ihre Heilkräfte übriggeblieben.

Die homöopathische Behandlung

Die Homöopathie ist eine Heilmethode, welche sowohl bei akuten wie auch bei chronischen Erkrankungen erfolgreich eingesetzt werden kann. Während chronische und immer wiederkehrende Erkrankungen (z.B. Rheuma, Heuschnupfen, chronische Blasenentzündungen, Migräne etc.) in die Hände eines erfahrenen Homöopathen gehören, können einfachere akute Erkrankungen (z.B. Fieber, Erkältungen, Magen-Darmbeschwerden, Insektenstiche etc.) in einem gewissen Ausmass eigenverantwortlich behandelt werden.

Allerdings gilt es immer wieder neu zu überdenken, ob eine medikamentöse Behandlung, auch wenn sie mit homöopathischen Mitteln geschieht, notwendig ist. In der Regel besitzt der Organismus genügend Kraft, sich bei kleineren Unpässlichkeiten selbst zu heilen. Die Erfahrung zeigt, dass oft zu früh zu Mitteln gegriffen wird. Interessanterweise ist gerade dann die Mittelwahl besonders schwierig, da sich die Symptome und das entsprechende ?Mittelbild" noch nicht voll entwickelt haben.

Primär sollten die Selbstheilungskräfte des Patienten evtl. mit Hausmitteln wie Tees, Wickeln, Bädern etc. unterstützt werden. Erst wenn dies nicht ausreicht, respektive die Symptome unerträglich sind, sollte zu homöopathischen Mitteln gegriffen werden. Alles und jedes mit den Mitteln aus der Hausapotheke behandeln zu wollen, ist nicht ratsam. Damit wird der Organismus von zu vielen energetischen Informationen überhäuft und kann im Notfall nicht mehr gleich gut auf das notwendige homöopathische Mittel reagieren. Wenn Sie die Grundsätze der klassischen Homöopathie kennen und entsprechend das richtige Heilmittel auswählen und verabreichen, werden Sie erfolgreich einfachere gesundheitliche Störungen selbst behandeln können.

In schweren, lebensbedrohlichen Krankheitssituationen ersetzt die Hausapotheke unter keinen Umständen den Arzt. Hier kann höchstens bis zu dessen Eintreffen ein Mittel lindernd eingesetzt werden. Falls eine Krankheit regelmässig auftritt und immer wieder mit einem homöopathischen Mittel selbst behandelt wird, heisst es, dass die Krankheit nicht ganz geheilt ist. Hier braucht es ein tiefer wirkendes Medikament, welches nur mit einer ausführlichen Fallaufnahme durch den Homöopathen verschrieben werden kann.

Auswahl des homöopathischen Mittels

Um das richtige homöopathische Mittel zu finden, wird nicht nach dem Krankheitsnamen, bzw. nach der Diagnose gesucht. Wegweisend sind die individuellen Symptome des Patienten. D.h. es ist weniger wichtig, welche Krankheit der Patient hat, sondern wie sich die betreffende Krankheit beim Patienten äussert. Dabei wird jeder Patient als individuelle Persönlichkeit betrachtet. Es ist durchaus möglich, dass von 5 Patienten, welche an derselben Krankheit (z.B. Durchfall) leiden, jeder aufgrund der individuellen Symptomatik ein anderes Mittel braucht.

Als erstes ist eine genaue Beobachtung und eine ausführliche Befragung des Patienten nötig:

  • Welche Krankheit hat er? (Durchfall, Fieber, Halsschmerzen...)

  • Wie ist sein Aussehen? (Bleich, gerötet, aufgedunsen, Ausschläge ..)

  • Was hat die Beschwerden ausgelöst? (Verletzung, Nahrungsmittel, Hitze, Kälte, Stress ...)

  • Wie verhält sich der Patient? (Apathisch, ängstlich, aufgeregt, ärgerlich, aggressiv, braucht er Gesellschaft, will er alleine sein...)

  • Was empfindet der Patient? (Frieren, Schwitzen, Jucken, Stechen ...)

  • Welcher Art sind die Schmerzen? (Pulsierend, stechend, brennend, ziehend ...)

  • Was bessert (B:), was verschlimmert (V:) die Beschwerden? (Wärme, Kälte, Ruhe, Bewegung, Tages-, Nachtzeiten ...)

Aufgrund dieser Beobachtungen suchen Sie nun das richtige Mittel.

Die Medikamenteneinnahme

Die Arzneimittel werden in fester Form als Tabletten (Pressung), Streukügelchen (Globuli) und Pulver (Verreibungen), in flüssiger Form als Tinkturen und Lösungen (Tropfen) im Handel angeboten. Welche Form gewählt wird, muss jeder Hundebesitzer selbst entscheiden. Manche Hunde schlucken bereitwillig Tabletten, andere eher ein Pulver, und andere wiederum nehmen ihre Medizin nur in flüssiger Form mit Hilfe einer Flasche oder Spritze ein. Wir haben sehr gute Erfahrungen mit den Globuli gemacht. Die Globuli einfach in das Maul des Hundes kippen, eventuell auch weit nach hinten in den Rachen schiessen. Es empfiehlt sich, danach den Fang geschlossen zu halten, bis die Globuli von der Mundschleimhaut aufgenommen wurden. Manche Hunde können sehr erfinderisch im Ausspucken der kleinen Kügelchen sein.

Es gibt aber auch noch einige Punkte, die bei einer Medikamenteneinnahme zu beachten sind und wesentlich zum Erfolg der Behandlung beitragen. In der klassischen Homöopathie wird nur ein Mittel gleichzeitig verabreicht.

Die Medikamente sollten nicht mit der Hand berührt werden, da die Globuli (Kügelchen) mit dem entsprechenden Heilmittel imprägniert sind. Am besten entnehmen Sie diese, indem Sie die Globuli auf einen Plastiklöffel geben oder in den Fläschchendeckel kippen. Vor und nach der Einnahme des Mittels soll 15 Minuten keine Nahrung verabreicht werden und auch nicht getrunken werden. In akuten Situationen, z.B. nach einem Unfall, kann selbstverständlich sofort eine Gabe verabreicht werden. 

Die richtige Dosierung

Für die Akutbehandlung haben sich die Potenzen C30 oder auch C200 bewährt. Die normale Dosis beträgt 3-5 Globuli. Grundsätzlich ist es aber einfach nur wichtig, dass zumindest 1 Globuli den Weg in die Schleimhäute des Hundes gefunden hat. 

In schweren akuten Fällen können die Globuli auch in einem Glas (ca. 2 dl) Wasser aufgelöst werden und dem Hund davon davon alle 5-15 Minuten ein Plastiklöffel voll verabreicht werden. Meistens tritt eine Besserung innerhalb von 2-3 Stunden ein. Oft reicht eine einzige Gabe. Falls nötig, kann das Mittel nach 3 Stunden wiederholt werden. Sobald eine Besserung eintritt, darf kein weiteres Mittel mehr verabreicht werden, auch wenn die Symptome noch nicht ganz verschwunden sind. Dies ist etwas ungewohnt. Die Regel der minimalen Dosis ist jedoch sehr wichtig. Mit dem homöopathischen Mittel wird der Organismus angeregt sich selbst zu heilen. Wiederholt man die Mittelgabe zu häufig, wird der harmonische Heilungsablauf gestört.

Unter einer Besserung versteht man Folgendes:

  • Die Krankheitssymptome haben sich vermindert.

  • Die psychische Verfassung des Patienten ist besser oder er schläft ein. Selbst wenn die Krankheitssymptome unverändert sind (z.B. Fieber immer noch gleich hoch), ist von einer weiteren Gabe abzusehen. Beachten Sie zudem: Nie einen schlafenden Patienten für die Mitteleinnahme aufwecken!

  • Ein Hautausschlag, Schweissausbruch oder Ausfluss tritt auf. Hier handelt es sich um Heilreaktionen des Körpers. Sie sind als positives Zeichen anzusehen und stellen eine Art Ventil oder ?Selbstreinigung" dar. Der Organismus ist dabei, sich zu entlasten, und der Patient fühlt sich anschliessend leichter.

Erst bei einem Rückfall können Sie nochmals eine weitere Dosis des ausgewählten Mittels verabreichen, falls es durch das Symptomenbild noch angezeigt ist. Haben sich die Symptome verändert, so muss ein neues, passenderes Mittel gesucht werden. Selten tritt nach der Verabreichung eines Mittels eine Verschlimmerung der Beschwerden auf. Diese Reaktion nennt man "Erstverschlimmerung" und ist meistens nur von kurzer Dauer. In der Regel tritt danach schnell eine Besserung ein.

Aufbewahrung der homöopathischen Mittel

Die Arzneimittel sind von ihrer natürlichen Beschaffenheit her sehr empfindlich. Daher können sie leicht durch Geruchsübertragung streng riechender Substanzen, wie beispielsweise Kampfer oder Desinfektionsmittel, aber auch durch starke Sonneneinstrahlung leicht verändert oder zerstört werden. Deshalb ist es von großer Wichtigkeit, daß die Arzneien von derartigen äußeren Einflüssen ferngehaten und an einem kühlen, trockenen Ort gut verschlossen gelagert werden. Tabletten sind übrigens in Braunglasflaschen bestens aufgehoben.

Die homöopathischen Heilmittel sind unbeschränkt haltbar, sofern sie richtig aufbewahrt werden. Beachten Sie bitte folgende Punkte:

  • Die Mittel dürfen nie der Sonne oder Hitze ausgesetzt werden!

  • Die Mittel müssen vor Licht und Feuchtigkeit geschützt werden!

  • Die Mittel sollten nicht in der Nähe von stark riechenden Substanzen (z.B. Parfums, Reinigungsmittel, ätherische Öle etc.) aufbewahrt werden!

GRUNDSÄTZE DER HOMÖOPATHIE

Die Homöopathie ist eine weit verzweigte Praxis mit vielen Varianten. Alle berufen sich auf Hahnemann und das Ähnlichkeitsprinzip, weichen aber in anderen Punkten teilweise erheblich voneinander ab. Die meisten Homöopathen sehen als Grundsätze der Homöopathie neben dem Ähnlichkeitsprinzip die „Arzneimittelprüfung am Gesunden“, die Erhebung des individuellen Krankheitsbildes durch eine ausführliche Anamnese und die „Potenzierung“ bei der Herstellung der homöopathischen Arzneimittel.

1) Ähnlichkeitsprinzip (Simile-Prinzip)

Das Ähnlichkeits- oder Simileprinzip – „similia similibus curentur“ („Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt“) – besagt, dass eine Krankheit durch ein Mittel geheilt werden soll, das bei einem gesunden Menschen ähnliche Symptome hervorrufen kann wie sie der Kranke aufweist: „Man ahme der Natur nach, welche zuweilen eine chronische Krankheit durch eine andere hinzukommende heilt und wende in der zu heilenden Krankheit dasjenige Arzneimittel an, welches eine andere, möglichst ähnliche künstliche Krankheit zu erzeugen imstande ist, und jene wird geheilt werden; similia similibus curentur.“ (Samuel Hahnemann, 1796) Die Entwicklung dieses zentralen Prinzips der Homöopathie geht auf einen Selbstversuch Hahnemanns zurück, mit dem er herausfinden wollte, wie die damals schon als Mittel gegen Malaria bekannte Chinarinde wirkt.

Bei diesem Selbstversuch nahm Hahnemann als gesunder Mensch Chinarinde ein und beobachtete an sich das vorübergehende Auftreten von Symptomen, die denen der Malaria ähnelten. Daraufhin vermutete er, dass eine solche Fähigkeit, ähnliche Symptome zu erzeugen, möglicherweise ursächlich für die Heilwirkung der Chinarinde bei Malaria sei. Er unternahm nun weitere Selbst- und Fremdversuche und hielt Ausschau nach weiteren Mitteln, auf die seine Vermutung zutreffen könnte. Schließlich erhob er die von ihm angenommene Wirkungsweise zu einem allgemeinen Prinzip der Arzneiwirkung, dem Ähnlichkeitsprinzip.

Hahnemann verzichtete zunächst auf Versuche einer theoretischen Begründung. In seinem Spätwerk bezog er sich – offensichtlich bemüht um eine nach damaligen Maßstäben wissenschaftliche Begründung – auf vitalistische Vorstellungen („Umstimmung der Lebenskraft“). Hahnemanns Selbstversuch mit Chinarinde war zwar von ihm selbst schriftlich dokumentiert worden, konnte aber bis heute nicht reproduziert werden. Inzwischen ist bekannt, dass Chinarinde bzw. das darin enthaltene Chinin durch Eingreifen in den Fortpflanzungszyklus der Malariaerreger wirkt und dass das Mittel im Allgemeinen nicht die von Hahnemann beschriebenen Symptome hervorruft. Möglicherweise handelte es sich bei diesen um eine allergische Reaktion aufgrund einer Sensibilisierung für Chinin (Hahnemann hatte das Mittel bereits früher gegen ein „Quartanfieber“ eingenommen).

In der Geschichte der Medizin lässt sich das Simile-Prinzip ansatzweise bereits im Corpus Hippocraticum und den Schriften des Theophrast von Hohenheim (Paracelsus) finden.

Voraussetzung für die Anwendung des Ähnlichkeitsprinzips in der Homöopathie ist zum einen die Kenntnis der Wirkung der homöopathischen Mittel (siehe Homöopathische Arzneimittelprüfung) und zum anderen die exakte Erfassung des Symptombildes des Patienten in der homöopathischen Anamnese (siehe Wahl des Mittels).

2) Homöopathische Arzneimittelprüfung

Eine homöopathische Behandlung beruht auf der Kenntnis der Symptome, die ein Mittel bei einem gesunden Menschen auslösen kann. Deshalb werden in der Homöopathie sogenannte Arzneimittelprüfungen nur mit gesunden Menschen durchgeführt. Viele in der Homöopathie als Ursubstanzen verwendete Stoffe sind giftig oder können aufgrund ihrer Herkunft und Weiterverarbeitung gesundheitsschädlich sein. Für eine homöopathische Arzneimittelprüfung werden deshalb entsprechend geringe Dosen der Ursubstanz oder Verdünnungen, manchmal auch sog. Hochpotenzen verwendet (s.u., „Potenzierung“).

Es gibt keine einheitlichen Vorschriften für Arzneimittelprüfungen. Häufig ist der Ablauf wie folgt: Für die Prüfung nehmen die Prüfer in regelmäßigen Abständen mehrere Tage bis Wochen lang das zu prüfende Mittel ein. Während dieser Zeit sollen sie sämtliche Veränderungen oder Störungen, die sie an ihrem Körper, Geist, Befinden oder ihrer Stimmung wahrnehmen, notieren. Sie halten außerdem während dieser Zeit Kontakt zu einem betreuenden Homöopathen, der ihm geschilderte Symptome ebenfalls notiert. Am Ende der Prüfung werden die Notizen von den Prüfungsleitern sortiert, interpretiert und einem homöopathischen Symptomregister zugeordnet. Das Ergebnis wird als Arzneimittelbild bezeichnet. Sie werden in nach Mittel geordneten Arzneimittellehren (Materiae medicae) und in nach Symptomen geordneten Repertorien zusammengestellt.

Es gibt jedoch auch völlig andere Formen der Arzneimittelprüfung, wie etwa die Traumprüfung, bei der die Prüfer das Mittel nicht einnehmen, sondern es nachts unter ihr Kopfkissen legen und später ihre Träume notieren oder Meditationsprüfungen, bei denen eine Gruppe über ein Mittel meditiert, das sie in ihren Händen halten. Die mit diesen Prüfverfahren gewonnenen Arzneimittelbilder werden jedoch von vielen Homöopathen nicht anerkannt.

Homöopathische Arzneimittelprüfungen sind nicht mit Arzneimittelprüfungen gemäß dem Arzneimittelgesetz (AMG) zu vergleichen. Bei homöopathischen Arzneimittelprüfungen wird nicht eine erwartete Wirksamkeit überprüft, sondern beobachtet, ob und welche Symptome durch ein homöopathisches Mittel hervorgerufen werden können.

Die europäische Gesetzgebung sieht seit der Richtlinie 2001/83 ein eigenes Zulassungsverfahren für homöopathische Arzneimittel vor. In der Novelle zu dieser Richtlinie (2004/27) wird dieses vereinfachte Zulassungsverfahren erstmals für alle Mitgliedsländer verpflichtend. Die Richtlinie verlangt den Aufdruck „Homöopathisches Arzneimittel ohne genehmigte Heilanzeigen“.

3) Potenzierung

Der nächste wichtige Grundsatz der Homöopathie ist die Verwendung „potenzierter“ Mittel. Unter Potenzierung ist die starke Verdünnung bei gleichzeitiger Dynamisierung (Verschüttelung oder Verreibung siehe unten) zu verstehen. Die Mittel werden durch stufenweise durchgeführtes Potenzieren aus Urtinkturen (pflanzlichen und tierischen Ursprungs: Symbol: Ø oder mineralischen und chemischen Ursprungs: Symbol O) und aus indifferenten Verdünnungsmitteln wie Alkohol, destilliertem Wasser, Glycerin und Milchzucker hergestellt. 

Homöopathische Mittel werden flüssig (Dilution) oder als Globuli, in tiefen Potenzen auch in Form von Tabletten angewendet.

Aus der Sicht der Homöopathen ist die Wirkung einer bloßen Verdünnung nicht mit einem potenzierten, also verschüttelten oder verriebenen Mittel vergleichbar. Im Organon der Heilkunst (Anmerkung zu § 11) wird die Wirkung eines potenzierten Mittels nicht der körperlichen Substanz oder physischen Wirkung eines Arzneistoffes, sondern der immateriellen, daraus freigewordenen „spezifischen Arzneikraft“ zugeschrieben.

Die Verdünnung unter die chemische Auflösungsgrenze (ab D23 - siehe auch Avogadro-Konstante) ist jedoch kein zwingendes Element der Homöopathie. Viele Heilpraktiker und einige Ärzte arbeiten in Deutschland auch mit Niedrigpotenzen (D4, D6), in denen die Stoffe noch in nennenswerter Konzentration vorliegen. Eine D6 enthält den Ausgangsstoff in der Verdünnung von 1:1.000.000 (1: 10 hoch 6), also in µg/g. Bei diesen nur schwach verdünnten Mitteln sind die regulären Dosis-Wirkungs-Beziehungen des verwendeten Stoffes zu beachten und unerwünschte Wirkungen möglich. Neben der bekanntesten D-Potenzierungsreihe (1:10) gibt es noch die C-Reihe (1:100) und die LM- oder Q-Reihe (1:50000).

HOMÖOPATHISCHE KOMPLEXMITTEL

An dieser Stelle ist es uns wichtig, die klassische Homöopathie gegen die Behandlung mit homöopathischen Komplexmitteln abzugrenzen. In der klassischen Homöopathie wird jeweils nur eine einzige, den Symptomen genau entsprechende Substanz verabreicht. Anders bei den sog. Komplexmitteln. Diese sind ein Gemisch aus verschiedenen möglichen Mitteln. Dies hat zur Folge, dass der Organismus von zu vielen Reizen und Informationen überflutet wird und nicht mehr adäquat und gezielt reagieren kann. Nicht selten heben sich die Mittel in ihrer Wirkung gegenseitig auf oder wirken unterdrückend und blockierend auf die Selbstheilungskräfte des Organismus. Mit der richtigen Einzelsubstanz hingegen ist die Heilung am wirksamsten.

Komplexmittel sind homöopathische Mittel, die eine Mischung zweier oder mehrerer homöopathischer Einzelmittel verschiedener oder gleicher Potenzierung bzw. Verdünnung darstellen. In Deutschland sind etwas über die Hälfte der homöopathischen Fertigarzneimittel solche Komplexmittel[5]. Komplexmittel sind im Gegensatz zu den homöopathischen Einzelmitteln nicht am gesunden Menschen durch eine Arzneimittelprüfung nach den Regeln der klassischen Homöopathie untersucht worden. Der Begriff des Komplexmittels wird außerhalb der Homöopathie noch bei Bach-Blüten-Mitteln und bei den sogenannten „Schüßler-Salzen“ verwendet.

HOMÖOPATHISCHE NOSODEN UND ORAL-VAKZINE

Im Zusammenhang mit der Behandlung unterschiedlicher Leiden taucht im Text häufig der Begriff Nosode auf, der an dieser Stelle definiert werden soll. Nosoden sind homöopathische Arzneimittel, die aus verschiedenen Produkten erkrankter (und manchmal auch gesunder) Organe hergestellt und zur Behandlung des gleichem Leidens eingesetzt werden. Eine Nosode (von altgriechisch: »ho nosos« = Krankheit) ist also ein Krankheitsstoff, der während einer Krankheit aus dem befallenen Organismus gewonnen und anschließend verdünnt wird. So wird beispielsweise die Katzengrippe-Nosode aus den Atemwegssek treten erkrankter Katzen bereitet. Bei speziellen Krankheiten, die beispielsweise durch Bak- terien, Viren oder Einzeller (Protozonen) hervorgerufen werden, kann der Erreger im Ausgangsmaterial für die Nosode vorhanden sein. Dies ist aber nicht unbedingtt notwendig, da die Wirksamkeit der Nosode nicht davon abhängt, ob der Erreger darin vorkommt. Das von Bakterien oder Viren infizierte Gewebe bildet als Antwort auf diesen Befall Substanzen aus, die die eigentlichen Ausgangsstoffe für die Nosode darstellen. Ein Oral-Vakzin wird aus dem Erreger selbst hergestellt, der eine Krankheit hervorruft. Das Oral-Vakzin kann aus Filtraten bereitet werden, die nur die Ektotoxine (ausgeschiedene Giftstoffe) der Bakterien enthalten, aber auch aus Emulsionen, in denen beide, Bakterien und deren Toxine, vorhanden sind. Diese Eiltrate bzw. Emulsionen werden anschließend verdünnt und somit zu Oral-Vakzinen. Nosoden und Oral-Vakzine können auf zwei unterschiedliche Weisen eingesetzt werden, nämlich therapeutisch (behandelnd) und prophylaktisch (vorbeugend). Vvenn Nosoden in der Therapie verwendet werden, können sie gegen ein Leiden eingesetzt werden, aus dessen Erreger die Nosode ursprunglich stammt, beispielsweise die Gnppe-Nosode bei der Behandlung einer virusbedingten Nasen- Luftröhren- Entzündung (Rinotracheitis). Dies kann man als Isopathie bezeichnen, d.h. als Behandlung mit einer Substanz, die von einem Tier stammt, das an derselben Krankheit leidet. Die Nosode kann aber auch gegen jedes beliebige Leiden eingesetzt werden, dessen Symptome dem Symptomikomplex einer bestimmten Nosode ähneln. Beispielsweise wird die Psorinum- Nosode zur Therapie einer bestimmten Hauterkrankung verwendet, die während der Arzneimittelprüfung dieser Nosode aufgetaucht ist. In diesem Fall spricht man von Homöopathie, d. h. der Behandlung mit einer Substanz, die von einem Tier stammt, das an einer ähnlichen Krankheit leidet. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, daß viele Nosoden wie selbständige Materia medica (Ausgangs Stoffe) geprüft wurden mit anderen Worten, jede Nosode hat ihr eigenes Arzneimittel biId. In der Veterinärmedizin wurden viele Nosoden entwickelt, ohne daß es für sie eigene Arzneimittel bilde gibt, und sie werden fast ausschließlich zur Behandlung oder Vorbeugung der zugehörigen Kranklieiten ein ges etzt. 

Vorgehen beim homöopathischen Impfen

Die hier ausgesprochenen Empfehlungen beziehen sich auf Nosoden und Oral-Vakzine. Es gibt keine eiserne Regel, wie oft ein Tier geimpft werden soll. Wenn eine Nosode bzw. ein Oral-Vakzin bereits einmal erfolgreich verwendet wurde, kann man dem kranken Tier morgens und zur Nacht drei Tage lang eine einzelne Dosis oral (als Pulver oder Tablette) verabreichen. Anschließend gibt man vier Wo eben lang eine Dosis pro Woche und darauf folgend eine monatliche Dosis über sechs Monate.

Zwischen der herkömmlichen Impfung durch Injektion und der homöopathischen oralen Impfmethode besteht ein grundsätzlicher Unterschied. Bei der herkömmlichen Methode wird ein Impfstoff, das sog. Antigen, in einen Muskel bzw. unter die Haut gespritzt. Nach einer gewissen Zeit hat das körperliche Abwehrsvstem (Immunsystem) gegen diesen Impfstoff, den es als Fremdkörper identifiziert hat, Antikörper gebildet, die über die Blutgefäße im gesamten Körper verteilt werden. Obwohl in den meisten Fällen der Körper hierdurch gegen eine bestimmte Krankheit immun wird, kann man gegen dieses Verfahren zwei Bedenken einwenden. So werden beispielsweise nicht alle Bestandteile des körperlichen Abwehrsystems eingeschaltet, und außerdem besteht ein hohes Risiko, daß Nebenwirkungen eintreten. Diese sind deshalb zu erwarten, weil das Immimsystem den Impfstoff wie einen »normalen« anderen Krankheitserreger betrachtet und mit zum Teil heftigen Abwehrreaktionen antwortet (z.B. B Impffieber, allergischer Schock).

Eine orale Impfung bietet einen viel solideren Immunschutz, da samtliche Abwehrmechanismen des Körpers (z.B. Mandeln, lymphatische Organe) mobilisiert werden, sobald das Tier den Impfstoff geschluckt hat. Die Abwehrkräfte des Körpers werden dabei mit jeder weiteren Dosis verstärkt. Dieser Vorgang entspricht viel eher einer Impfung auf natürlichem Wege - etwa in der Art, wie sich ein Hund oder eine Katze durch Umgang mit anderen Tieren mit einem bestimmten Virus infiziert und dadurch gegen dieses Virus immun wird. 

Einige Hersteller konventioneller Impfstoffe haben dieses Prinzip erkannt und ein Produkt auf den Markt gebracht, das mit Hilfe eines Zerstäubers direkt in die Nasenlöcher geblasen wird. 

Ein weiterer Vorteil der homöopathischen Impfung ist, daß gerade sehr junge Tiere schon zu einem frühen Zeitpunkt geimpft werden können, beispielsweise schon in der ersten Lebenswoche. Dabei kommt es zu keinen störenden Wechselwirkungen mit Antikörpern, die von der Mutter stammen (über Milch oder Plazenta). Wenn sich bei einer konventionellen Impfung unerwünschte Nebenwirkungen einstellen, können diese auch durch Gabe der entsprechenden Nosode (in steigenden Potenzen und unterschiedlichen Intervallen) belieben werden. Solche Nebenwirkungen kommen bei Hunden häufiger vor als bei Katzen. Gravierende Nebenwirkungen durch homöopathische Oral-Vakzine sind nicht, bekannt; wenn es tatsächlich einmal zu einer Reaktion konmien sollte, lallt diese meist leicht aus und geht rasch vorbei.


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